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Empfehlungen der Redaktion "Heilpraxisnet.de"

发布时间:2026-08-12 | 浏览:1
Empfehlungen der Redaktion "Heilpraxisnet.de" https://www.heilpraxisnet.de Die besten Artikel der Redaktion "Heilpraxisnet.de" Wed, 12 Aug 2026 09:08:40 +0200 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.3 Empfehlungen der Redaktion "Heilpraxisnet.de" https://www.heilpraxisnet.de/wp-content/themes/twentyfourteen-heilpraxis/assets/images/hp-logo-solo-bg-umfragetool.png https://www.heilpraxisnet.de Darmflora: Diese Darmbakterien beeinflussen die Lebenserwartung nachweisbar https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/darmflora-diese-darmbakterien-beeinlfussen-nachweisbar-unsere-lebenserwartung-20260812608793/ Wed, 12 Aug 2026 09:08:28 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608793 Verschiedene Bakterien der Darmflora können die Geschwindigkeit biologischer Alterungsprozesse beeinflussen. Manche Bakterien sind dabei mit einer langsameren Alterung verbunden, während andere diese deutlich beschleunigen. Eine gezielte Modulation der Darmflora erscheint demnach als möglicher Ansatz zur Verlängerung der Lebenserwartung. Forschende der John A. Burns School of Medicine, Honolulu und der University of Hawaii at Manoa haben [&#8230;] <p>Verschiedene Bakterien der <a href="https://www.heilpraxisnet.de/themen/darmflora/">Darmflora</a> können die Geschwindigkeit biologischer Alterungsprozesse beeinflussen. Manche Bakterien sind dabei mit einer langsameren Alterung verbunden, während andere diese deutlich beschleunigen. Eine gezielte Modulation der Darmflora erscheint demnach als möglicher Ansatz zur Verlängerung der Lebenserwartung.</p> <p>Forschende der John A. Burns School of Medicine, Honolulu und der University of Hawaii at Manoa haben untersucht, ob die Zusammensetzung der Darmflora mit dem Tempo der biologischen Alterung zusammenhängt. Dabei konnten sie einige Darmbakterien mit maßgeblichem Einfluss identifizieren. Die entsprechenden Studienergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://www.nature.com/articles/s41598-026-52974-x" target="_blank">Scientific Reports</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Die Zusammensetzung der Darmflora steht in engem Zusammenhang mit der biologischen Alterung und kann die Lebenserwartung beeinflussen.</li> <li>Ein besonders starker Zusammenhang mit langsameren biologischen Alterungsprozessen zeigte sich für <em>Bifidobacterium adolescentis</em>.</li> <li>Für <em>Succinivibrio dextrinosolvens</em> wurde dagegen einer der stärksten Zusammenhänge mit beschleunigtem biologischem Altern festgestellt.</li> <li>Verschiedene Darmbakterien sind entweder mit einer verlangsamten oder mit einer beschleunigten Alterung assoziiert.</li> <li>Das Darmmikrobiom könnte demnach als Ansatzpunkt zur Förderung des gesunden Alterns dienen.</li> </ul> <h2>Einfluss der Darmflora auf die Alterung?</h2> <p>Dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, ist mittlerweile hinlänglich belegt, und auch der <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/lebenserwartung-darmflora-an-alterserscheinungen-beteiligt-20220506559217/">Einfluss der Darmflora auf Alterserscheinungen</a> wurde bereits in früheren <a href="https://microbiomejournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40168-022-01243-w" target="_blank">Forschungsarbeiten</a> thematisiert.</p> <p>In einer Untersuchung mit 123 hawaiianischen Personen unterschiedlichen Alters überprüften die Forschenden nun, welche Zusammenhänge zwischen den Bakterien der Darmflora und der biologischen Alterung tatsächlich bestehen.</p> <p>Anhand von Stuhlproben ermittelten die Fachleute mittels Gensequenzierung die vorhandenen Darmbakterien und auf Basis von Blutproben bestimmten sie DunedinPACE als Biomarker der biologischen Alterung.</p> <h2>Entscheidende Darmbakterien identifiziert</h2> <p>Dabei zeigte sich, dass die Zusammensetzung der Darmflora spezifisch mit dem Biomarker der biologischen Alterungsprozesse korreliert und mehrere Bakterienarten waren besonders eng mit den Alterungsprozessen verbunden, berichtet das Team.</p> <p>Zum Beispiel beobachteten die Forschenden einen besonders starken Zusammenhang zwischen <em>Bifidobacterium adolescentis</em> und langsameren biologischen Alterungsprozessen, während sie bei <em>Succinivibrio dextrinosolvens</em> einen der stärksten Zusammenhänge mit beschleunigtem Altern verzeichneten.</p> <p>Insgesamt waren die Unterschiede in der Darmflora für etwa 15 Prozent der Unterschiede bei den biologischen Alterungsprozessen der Studienteilnehmenden verantwortlich, berichtet das Team.</p> <h2>Darmflora &#038; biologische Alterung verbunden</h2> <p><em>„Diese Studie erweitert unser Verständnis des Zusammenhangs zwischen Darmmikrobiom und biologischem Altern“</em>, ergänzt die Hauptautorin Alika K. Maunakea von der John A. Burns School of Medicine, Honolulu.</p> <p><em>„Wir haben festgestellt, dass die Zusammensetzung der Darmflora signifikant mit molekularen Alterungsindikatoren korreliert, sogar unabhängig vom chronologischen Alter“</em>, so Maunakea weiter.</p> <p>Dies bedeute nicht, dass das Geheimnis zur Verlangsamung des Alterungsprozesses gelüftet sei, aber die Studie liefere wichtige Hinweise auf ein biologisches System, das möglicherweise beeinflussbar sei.</p> <h2>Kausalzusammenhang bisher nicht belegt</h2> <p>Die Forschenden betonen jedoch, dass die Studie zwar einen Zusammenhang zwischen Darmbakterien und biologischer Alterung nachweise, aber keinen ursächlichen Zusammenhang belege.</p> <p>So werde die Zusammensetzung der Darmflora auch durch den Lebensstil, die Ernährung, körperliche Aktivität, Medikamente, Stress und andere Umweltfaktoren beeinflusst und der Zusammenhang könnte daher umgekehrt ausfallen.</p> <p>Weitere Forschungsarbeiten seien nun erforderlich, auch um zu überprüfen, ob eine gezielte Modulation der Darmflora den Alterungsprozess beeinflussen kann.</p> <p><em>„Dies ist ein wichtiger erster Schritt zum Verständnis des Zusammenhangs zwischen Darmmikrobiom und gesundem Altern“</em>, betont Maunakea. Jetzt gelte es, die beteiligten Mechanismen zu ermitteln und zu prüfen, ob die Darmflora auch Ansätze zur Förderung eines gesunden Alterns eröffnet. (fp)</p> Blutdruck senken mit Rote Bete: Kaugummi verbessert Wirkung https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/blutdruck-senken-mit-rote-bete-kaugummi-verbessert-wirkung-20260812608494/ Wed, 12 Aug 2026 08:51:02 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608494 Wird nach dem Verzehr von nitrathaltigem Gemüse wie Spinat oder Rote Bete ein zuckerhaltiges Kaugummi gekaut, kann dies eine verstärkte Senkung des Blutdrucks bewirken. Zuckerfreie Kaugummis haben allerdings keinen vergleichbaren Effekt. Forschende des King&#8217;s College London haben die Auswirkungen einer pH-Wertsenkung im Speichel, wie sie durch das Kauen von zuckerhaltigen Kaugummis verursacht wird, auf die [&#8230;] <p>Wird nach dem Verzehr von nitrathaltigem Gemüse wie <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/spinat/">Spinat</a> oder <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/rote-beete-inhaltsstoffe-wirkung-und-leckere-rezepte/">Rote Bete</a> ein zuckerhaltiges Kaugummi gekaut, kann dies eine verstärkte Senkung des Blutdrucks bewirken. Zuckerfreie Kaugummis haben allerdings keinen vergleichbaren Effekt.</p> <p>Forschende des <a href="https://www.kcl.ac.uk/" target="_blank">King&#8217;s College London</a> haben die Auswirkungen einer pH-Wertsenkung im Speichel, wie sie durch das Kauen von zuckerhaltigen Kaugummis verursacht wird, auf die blutdrucksenkenden Effekte von nitrathaltigem Gemüse untersucht. Die Ergebnisse sind in dem „<a href="https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/bcp.70640" target="_blank">British Journal of Clinical Pharmacology</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Das Kauen eines zuckerhaltigen Kaugummis nach dem Verzehr von Rote Bete oder anderem nitrathaltigem Gemüse verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung.</li> <li>Zuckerhaltiger Kaugummi senkte den pH-Wert im Speichel und fördert dadurch die Nitratumwandlung im Mund.</li> <li>Die Bakterien im Mund spielen eine entscheidende Rolle bei der Umwandlung von Nitrat in Nitrit, das den Blutdruck senken kann.</li> <li>Die Kombination aus Rote-Bete-Saft und zuckerhaltigem Kaugummi führte in Untersuchungen zu einer verstärkten Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks.</li> <li>Zwar sind zuckerhaltiger Kaugummis nicht als Therapieansatz zu empfehlen, aber es wird deutlich, dass sich die blutdrucksenkende Wirkung von nitrathaltigem Gemüse verbessern lässt.</li> </ul> <h2>Umwandlung von Nitrat erforderlich</h2> <p>Dass der Nitrat-Nitrit-Stickstoffmonoxid-Stoffwechselweg vielfältige Auswirkungen auf die Regulation des Blutdrucks hat, ist durch frühere Studien bereits hinlänglich belegt, und nitratreiches Gemüse wie Rote Bete, Spinat und <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/gruenkohl-rezepte-inhaltsstoffe-und-wirkungen/">Grünkohl</a> gilt nicht ohne Grund als natürlicher Blutdrucksenker.</p> <p>Das mit dem Gemüse aufgenommene Nitrat muss hierfür allerdings von Bakterien im Mund in Nitrit umgewandelt werden, bevor es vom Körper genutzt werden und dort seine Wirkung entfalten kann, erläutern die Forschenden.</p> <p>Im Körper bewirke Nitrit unter anderem eine Entspannung und Erweiterung der Blutgefäße, wodurch auch der Blutdruck sinke. Die Fachleuten stellten sich daher die Frage, wie sich der Prozess der Nitrat-Umwandlung verstärken lässt, um die positiven Effekte auf den Blutdruck zu maximieren.</p> <h2>Hilft eine Senkung des pH-Werts im Speichel?</h2> <p>Ihre Hypothese war, dass eine Erhöhung des Säuregehalts im Speichel (Senkung des pH-Werts) diese Wirkung entfalten könnte. Zwar hätten Studien darauf hingedeutet, dass ein erhöhter Säuregehalt die Umwandlung von Nitrat hemmt, doch wurden dies bisher nicht im gesamten Körper über mehrere Stunden untersucht, so der Studienautor Dr. Andrew Webb vom King’s College London.</p> <p><em>„Wir hatten zuvor festgestellt, dass die Kombination von Grapefruitsaft und Rote-Bete-Saft den Säuregehalt des Speichels senkt und die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit im Speichel hemmt. Daher wollten wir nun systematisch untersuchen, ob das Gegenteil – eine Erhöhung des Säuregehalts im Speichel – die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit fördert“</em>, ergänzt Webb.</p> <p>Um dies zu überprüfen, wurden die 14 Teilnehmenden der Studie nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen zugeteilt, wobei die eine Gruppe nach dem Trinken eines Rote-Bete-Safts für bis zu sechs Stunden zuckerhaltige Kaugummis (neues Kaugummi circa alle 20 Minuten) kaute und die andere zuckerfreie Kaugummis.</p> <p>Außerdem wurden Blut- und Speichelproben analysiert und Blutdruckmessungen durchgeführt. Nach mindestens einer Woche Pause wiederholten die Forschenden das Experiment, wobei die Teilnehmenden dabei den jeweils anderen Kaugummi kauten.</p> <h2>Nitrit erhöht, Blutdruck gesenkt</h2> <p>Im Vergleich zu dem zuckerfreien Kaugummi erhöhten die zuckerhaltigen Kaugummis den Säuregehalt des Speichels. Und die Teilnehmenden wiesen zudem eine um 45 Prozent höhere Nitritkonzentration im Mund und eine um 25 Prozent höhere Nitritkonzentration im Körper auf als beim Kauen des zuckerfreien Kaugummis, berichtet das Team.</p> <p>Entsprechend habe der Konsum von Rote-Bete-Saft kombiniert mit dem Kauen von zuckerhaltigem Kaugummi den systolischen Blutdruck und den diastolischen Blutdruck um fast 0,5 mmHg stärker gesenkt, als die Kombination mit zuckerfreiem Kaugummi.</p> <p><em>„Die Bakterien in unserem Mund spielen eine entscheidende Rolle bei der Umwandlung von Nitrat aus Lebensmitteln wie Roter Bete in nützliche Verbindungen, die zur Entspannung der Blutgefäße und zur Senkung des Blutdrucks beitragen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Zucker ein günstigeres Umfeld für diesen Prozess schaffen kann“</em>, betont die Studienautorin Dr. Charlotte Mills </p> <h2>Keine Empfehlung für Kaugummi mit Zucker</h2> <p>Allerdings empfehlen die Forschenden keinesfalls, dass man regelmäßig zuckerhaltigen Kaugummi kauen sollte, da der Zuckerkonsum schädlich für die Zahngesundheit sei und in großen Mengen auch die kardiometabolische Gesundheit gefährde.</p> <p>Allerdings könnte die klassische kulinarische Tradition, nach einer Vorspeise und einem Hauptgang – insbesondere wenn diese nitratreiche Salate und Gemüse enthielten – ein süßes Dessert wie beispielsweise Obst zu genießen, möglicherweise zur Blutdrucksenkung beitragen, so Dr. Webb.</p> <p>Insgesamt liefere die Studie erste Nachweise dafür, dass die Verwertung von Nitrat aus der Nahrung durch eine Senkung des pH-Werts im Speichel verbessert werden kann und zukünftige Forschung sollte sich nun auf die Entwicklung zahnfreundlicher und stoffwechselverträglicher Ansätze konzentrieren, die denselben Effekt erzielen, resümieren die Forschenden. (fp)</p> Arterienverkalkung: Dieser Pflanzenstoff hat nachweisbar Wirkung https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/arterienverkalkung-dieser-pflanzenstoff-hat-nachweisbar-wirkung-20260812608751/ Wed, 12 Aug 2026 08:47:41 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608751 Eine pflanzliche Verbindung aus bestimmten Salbeipflanzen kann den programmierten Zelltod in den Endothelzellen der Blutgefäße hemmen und hat vielversprechende Wirkungen bei Arterienverkalkung (Atherosklerose). Unter zahlreichen Pflanzenstoffen zeigt Salvianolsäure A die deutlichsten Effekte. Forschende der Zhejiang Chinese Medical University haben untersucht, welche Beitrag Salvianolsäure A zur Hemmung der Ferroptose in den Endothelzellen und zur Behandlung und [&#8230;] <p>Eine pflanzliche Verbindung aus bestimmten Salbeipflanzen kann den programmierten Zelltod in den Endothelzellen der Blutgefäße hemmen und hat vielversprechende Wirkungen bei <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/arterienverkalkung/">Arterienverkalkung</a> (Atherosklerose). Unter zahlreichen Pflanzenstoffen zeigt Salvianolsäure A die deutlichsten Effekte.</p> <p>Forschende der Zhejiang Chinese Medical University haben untersucht, welche Beitrag Salvianolsäure A zur Hemmung der Ferroptose in den Endothelzellen und zur Behandlung und Prävention von Atherosklerose leisten kann. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ptr.70419" target="_blank">Phytotherapy Research</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Der Pflanzenstoff Salvianolsäure A aus bestimmten Salbeiarten zeigt nachweisbare Wirkungen gegen Arterienverkalkung (Atherosklerose).</li> <li>Unter 124 untersuchten natürlichen Verbindungen erwies sich Salvianolsäure A als der wirksamste Hemmstoff der Ferroptose in den Endothelzellen.</li> <li>Der Pflanzenstoff stellte die antioxidative Kapazität der Gefäßzellen wieder her, verringerte die Lipidperoxidation und verbesserte die Funktion der Mitochondrien.</li> <li>Bei Mäusen linderte Salvianolsäure A eine durch fettreiche Ernährung ausgelöste Arterienverkalkung sowie die damit verbundenen Zellschäden signifikant.</li> <li>Salvianolsäure A ist ein vielversprechender natürlicher Wirkstoff zur Prävention und Behandlung von Atherosklerose.</li> </ul> <h2>Arterienverkalkung ein Risikofaktor</h2> <p>Atherosklerose ist gekennzeichnet durch Plaqueablagerungen in den Arterien und gilt unter anderem als wesentlicher Risikofaktor für <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/koronare-herzkrankheit-khk/">koronare Herzkrankheiten</a>, <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/herzinfarkt-anzeichen-und-symptome/">Herzinfarkte</a>, <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/schlaganfall/">Schlaganfälle</a>, Aneurysmen und Nierenschäden.</p> <p>Neben bewährten Ansätze zur Prävention und Behandlung wie Ernährungsinterventionen und Bewegungsprogrammen sind zuletzt auch pflanzliche Wirkstoffe als Option zur Linderung der Atherosklerose zunehmend in den Fokus der Forschung gerückt.</p> <h2>Suche nach neuen Wirkstoffen</h2> <p>So kam eine erst kürzlich veröffentlichte <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ptr.70246" target="_blank">Studie</a> zu dem Schluss, dass Isorhynchophyllin aus dem Indischen Morgenstern bei <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/arterienverkalkung-pflanzlicher-wirkstoff-mit-vielversprechendem-therapeutischen-potenzial-20260226607468/">Arterienverkalkung ein pflanzlicher Wirkstoff mit vielversprechendem therapeutischem Potenzial</a> ist.</p> <p>Als wichtiger Faktor für das Fortschreiten der Atherosklerose gilt zudem die sogenannte Ferroptose (Form des programmierten Zelltods) in den Endothelzellen und die Forschenden überprüften daher nun, welche pflanzlichen Verbindungen einen Beitrag zu deren Linderung leisten können.</p> <h2>Salvianolsäure A wirksamster Hemmstoff</h2> <p>Unter 124 natürlichen Verbindungen erwies sich Salvianolsäure A als wirksamster Hemmstoff der Ferroptose in Endothelzellen, wobei der Pflanzenstoff die ferroptotische Reaktion hemmte, indem er die GPX4-abhängige antioxidative Kapazität wiederherstellte und die Lipidperoxidation sowohl auf zellulärer als auch auf mitochondrialer Ebene verhinderte, berichtet das Team.</p> <p>Zudem habe Salvianolsäure A die mitochondriale Funktion in den Endothelzellen auf verschiedenen Wegen verbessert und in den weiteren Untersuchungen habe sich bestätigt, dass Salvianolsäure A die mitochondriale Homöostase wiederherstellt und die Ferroptose spezifisch durch Aktivierung des AdipoR1-AMPK-Signalwegs hemmt.</p> <h2>Signifikante Linderung der Atherosklerose</h2> <p>In Untersuchungen an Mäusen beobachteten die Forschenden darüber hinaus, dass die Behandlung mit Salvianolsäure A eine durch fettreiche Ernährung induzierte Atherosklerose und die ferroptoseartigen Zellschäden signifikant linderte.</p> <p>Damit zeigt die pflanzliche Verbindung aus Salbeiarten wie insbesondere <em>Salvia miltiorrhiza</em> insgesamt vielversprechendes therapeutisches Potenzial gegen die Ferroptose der Endothelzellen und gegen Atherosklerose. Weitere Studien sollten dies nun eingehender untersuchen und dabei auch andere mit dem Endothel assoziierte Herz-Kreislauf-Erkrankungen einbeziehen, resümieren die Forschenden. (fp)</p> Bluthochdruck: Erhöhte Zufuhr von Kalium kann helfen https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/bluthochdruck-erhoehte-zufuhr-von-kalium-kann-helfen-20260812608824/ Wed, 12 Aug 2026 08:36:43 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608824 Nicht nur eine reduzierte Salzaufnahme, auch eine erhöhte Kaliumzufuhr ist hilfreich gegen Bluthochdruck. Die Kombination der beiden Ernährungsumstellungen ermöglicht eine deutlich verbesserte Blutdrucksenkung und kann darüber hinaus noch weitere Vorteile bieten. Welchen Beitrag eine erhöhte Kaliumaufnahme bei der Behandlung von Bluthochdruck leisten kann, hat ein US-Forschungsteam um Prof. Dr. med. Naomi Fukagawa von der University [&#8230;] <p>Nicht nur eine reduzierte Salzaufnahme, auch eine erhöhte Kaliumzufuhr ist hilfreich gegen <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/bluthochdruck-ursachen-und-behandlung/">Bluthochdruck</a>. Die Kombination der beiden Ernährungsumstellungen ermöglicht eine deutlich verbesserte Blutdrucksenkung und kann darüber hinaus noch weitere Vorteile bieten.</p> <p>Welchen Beitrag eine erhöhte Kaliumaufnahme bei der Behandlung von Bluthochdruck leisten kann, hat ein US-Forschungsteam um Prof. Dr. med. Naomi Fukagawa von der <a href="https://www.uvm.edu/" target="_blank">University of Vermont</a> untersucht. Die Ergebnisse sind in dem „<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002916526002054" target="_blank">American Journal of Clinical Nutrition</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Bei Bluthochdruck kann eine erhöhte Kaliumzufuhr zusätzlich zur empfohlenen Reduzierung der Salzaufnahme die Blutdrucksenkung deutlich verbessern.</li> <li>Eine übermäßige Natriumaufnahme und eine unzureichende Kaliumzufuhr gelten beide als wesentliche, beeinflussbare Faktoren für erhöhten Blutdruck.</li> <li>Kalium kann auch als Salzersatz dienen; die Forschenden empfehlen, Natriumreduktion und Kaliumanreicherung gemeinsam zu berücksichtigen.</li> <li>Bei Bluthochdruck werden eine möglichst salzarme Ernährung und kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen, Avocados, Aprikosen und Feldsalat empfohlen.</li> <li>Eine höhere Kaliumaufnahme könnte zusätzlich weitere gesundheitliche Vorteile bieten, unter anderem für die Leber.</li> </ul> <h2>Salzaufnahme bei Bluthochdruck reduzieren</h2> <p>Weltweit sind mehr als 1,28 Milliarden Menschen von Bluthochdruck (Hypertonie) betroffen und dieser ist ein wesentlicher Risikofaktor für weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erläutern die Forschenden.</p> <p>Insbesondere ausreichend Bewegung, der Abbau von Übergewicht und Ernährungsumstellungen gelten dabei als aussichtsreiche Behandlungsansätze. Vor allem wird den Betroffenen meist eine Reduzierung der Natriumaufnahme empfohlen, berichtet das Forschungsteam.</p> <p>Doch Natrium (Salz) ist in vielen Lebensmitteln enthalten und oft wird die empfohlene Höchstmenge unwissentlichen überschritten. So liegt die durchschnittliche Natriumaufnahme laut den Forschenden weiterhin über den empfohlenen Werten, während die Kaliumzufuhr oft weit von einem optimalen Niveau entfernt sei.</p> <h2>Weniger Salz, mehr Kalium</h2> <p>Die übermäßige Natriumaufnahme und eine unzureichende Kaliumzufuhr seien beides wesentliche, beeinflussbare Faktoren, die zu erhöhtem Blutdruck beitragen. Inwiefern Strategien zur Natriumreduzierung und zur Kaliumanreicherung hier helfen können, verdeutlicht der aktuelle Fachbeitrag.</p> <p>Demnach kann eine reduzierte Salzaufnahme bei gleichzeitig erhöhter Aufnahme von Kalium (das auch als Salzersatz dienen kann) die Blutdrucksenkung wesentlich verbessern. Daher sollten Empfehlungen für die öffentliche Gesundheit Natrium und Kalium gemeinsam berücksichtigen, so das Forschungsteam.</p> <p><em>„Es ist an der Zeit, ernährungsbezogene Maßnahmen ganzheitlich zu betrachten, da Nahrungsbestandteile interagieren und physiologische Prozesse systemübergreifend zusammenwirken“</em>, ergänzt die Studienautorin Prof. Fukagawa.</p> <p>Eine Erhöhung der Kaliumzufuhr bei gleichzeitiger Verringerung der Natriumaufnahme könne dazu beitragen, Bluthochdruck besser in den Griff zu bekommen, und daher sollten beide Ansätze Teil der Behandlung von Bluthochdruck sein.</p> <p>Wer an Bluthochdruck leidet, sollte sich demnach einerseits möglichst salzarm ernähren und anderseits viele kaliumreichen Lebensmitteln wie <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/bananen-inhaltsstoffe-und-verwendung/">Bananen</a>, <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/avocado/">Avocados</a>, <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/aprikose/">Aprikosen</a> oder <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/feldsalat/">Feldsalat</a> verzehren. (siehe: <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/diese-lebensmittel-haben-besonders-viel-kalium-20230809577104/">Diese Lebensmittel haben besonders viel Kalium</a>)</p> <h2>Auch die Leber kann profitieren</h2> <p>Die erhöhte Kaliumaufnahme könnte dabei auch weitere Gesundheitsvorteile mit sich bringen, wie beispielsweise für die Leber. So zeigt eine in dem „<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1155/2024/5588104" target="_blank">International Journal of Endocrinology</a>“ veröffentlichte Studie, das eine <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/kaliumreiche-ernaehrung-gegen-nicht-alkoholische-fettleber-leberfibrose-20240719584127/">kaliumreiche Ernährung gegen nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen</a> helfen kann.</p> <p>Demnach lassen sich von einer erhöhten Kaliumaufnahme verschiedene positive Gesundheitseffekte erwarten, was umso mehr dafür spricht, diese in die Behandlungsempfehlungen bei Bluthochdruck zu integrieren. (fp)</p> Warnung für Mittel gegen Haarausfall https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/warnung-fuer-mittel-gegen-haarausfall-20260812609356/ Wed, 12 Aug 2026 08:12:27 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=609356 Bestimmten Medikamenten, die zur Behandlung von kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) eingesetzt werden, können schlimmstenfalls tödliche Gesundheitsprobleme verursachen. In einem aktuellen Rote-Hand-Brief wird daher über Maßnahmen zur Minimierung des Risikos informiert. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) berichtet über den Rote-Hand-Brief für Litfolo (Ritlecitinib), in dem angesichts möglicher Risiken bei der Anwendung des Medikaments verschiedene [&#8230;] <p>Bestimmten Medikamenten, die zur Behandlung von <a href="https://www.heilpraxisnet.de/symptome/kreisrunder-haarausfall/">kreisrundem Haarausfall</a> (Alopecia areata) eingesetzt werden, können schlimmstenfalls tödliche Gesundheitsprobleme verursachen. In einem aktuellen Rote-Hand-Brief wird daher über Maßnahmen zur Minimierung des Risikos informiert.</p> <p>Das <a href="https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RHB/2026/rhb-litfulo.html" target="_blank">Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)</a> berichtet über den Rote-Hand-Brief für Litfolo (Ritlecitinib), in dem angesichts möglicher Risiken bei der Anwendung des Medikaments verschiedene Sicherheitsvorkehrung dargelegt werden.</p> <h2>JAK-Inhibitoren bergen Risiken</h2> <p>Seit dem September 2023 ist Litfulo (Ritlecitinib) als selektiver Inhibitor der Januskinase 3 (JAK3) und von Kinasen der TEC-Familie für die Behandlung bei schwerem kreisrundem Haarausfall zugelassen. Allerdings bestehen bei Januskinase (JAK) Inhibitoren verschiedene Risiken.</p> <p>Bei Patientinnen und Patienten mit rheumatoider Arthritis, die bestimmte Risikofaktoren aufweisen, wurden die JAK-Inhibitoren unter anderem mit dem Auftreten von</p> <ul> <li>malignen Erkrankungen,</li> <li>schwerwiegenden unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen,</i> <li>schwerwiegenden Infektionen,</li> <li>venösen Thromboembolien</li> <li>und einem erhöhten frühzeitigen Sterberisiko</li> </ul> <p>in Zusammenhang gebracht.</p> <p>Diese Risiken seien Klasseneffekte und relevant für alle zugelassenen Indikationen von JAK-Inhibitoren bei entzündlichen und dermatologischen Erkrankungen, weshalb Maßnahmen für die gesamte Substanzklasse erforderlich wurden, so die Information in dem Rote-Hand-Brief.</p> <p>Bei der routinemäßigen Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses von Ritlecitinib sei die <a href="https://www.ema.europa.eu/en/homepage" target="_blank">Europäische Arzneimittelagentur (EMA)</a> zu dem Schluss gelangt, dass die Vorsichtsmaßnahmen auch für Ritlecitinib relevant sind.</p> <h2>Risiken bei der Anwendung minimieren</h2> <p>Der Zulassungsinhaber (Pfizer Europe MA EEIG, Belgien) informiert daher in Abstimmung mit der EMA und dem BfArM über aktualisierte Empfehlungen zur Minimierung des Risikos bei der Anwendung von Litfolo (Ritlecitinib).</p> <p>So sollte das Medikament bei bestimmten Personengruppen nur angewendet werden, wenn keine geeigneten Behandlungsalternativen zur Verfügung stehen. Dies gilt für</p> <ul> <li>Personen im Alter über 65 Jahren,</li> <li>Personen mit atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankung in der Vorgeschichte oder andere kardiovaskuläre Risikofaktoren (wie aktuelle oder ehemalige Langzeitraucher),</li> <li>Personen mit Risikofaktoren für maligne Erkrankungen (z. B. aktuelle oder zurückliegende maligne Erkrankung).</li> </ul> <p>Bei Personen mit anderen als den oben genannten Risikofaktoren für venöse Thromboembolien sollte Ritlecitinib mit Vorsicht angewendet werden und grundsätzlich sind regelmäßige Hautuntersuchungen zur Früherkennung von Hautkrebs bei allen Patientinnen und Patienten angeraten, so der Hinweis in dem Rote-Hand-Brief.</p> <p>Trotz der möglichen schweren Gesundheitsprobleme bewertet die EMA das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Litfulo insgesamt positiv und die Anwendung gegen kreisrunden Haarausfall bleibt daher weiterhin grundsätzlich möglich. (fp)</p> Brustkrebs: Dieser Pflanzenstoff zeigt starke krebshemmende Wirkungen https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/brustkrebs-dieser-pflanzenstoff-zeigt-starke-krebshemmende-wirkungen-20260811608512/ Tue, 11 Aug 2026 18:55:39 +0000 Volker Blasek News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608512 Eine Heilpflanze aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) könnte einen wichtigen Beitrag bei der Brustkrebs-Therapie leisten. Das in Curcuma kwangsiensis enthaltene Curcumol hemmt die Invasion und Migration von Brustkrebszellen. Forschende der Guilin Medical University (China) haben in einer aktuellen Studie die Wirkung von Curcumol gegen Brustkrebs und die zugrundeliegenden Mechanismen analysiert. Die vielversprechenden Ergebnisse sind [&#8230;] <p>Eine Heilpflanze aus der <a href="https://www.heilpraxisnet.de/ganzheitliche-medizin/chinesische-medizin/">traditionellen chinesischen Medizin</a> (TCM) könnte einen wichtigen Beitrag bei der Brustkrebs-Therapie leisten. Das in <em>Curcuma kwangsiensis</em> enthaltene Curcumol hemmt die Invasion und Migration von Brustkrebszellen.</p> <p>Forschende der Guilin Medical University (China) haben in einer aktuellen Studie die Wirkung von Curcumol gegen Brustkrebs und die zugrundeliegenden Mechanismen analysiert. Die vielversprechenden Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ptr.70375" target="_blank">Phytotherapy Research</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Der Pflanzenwirkstoff Curcumol aus der TCM-Heilpflanze <em>Curcuma kwangsiensis</em> zeigt nachweisbar krebshemmende Eigenschaften.</li> <li>In Zellversuchen und Untersuchungen an Mäusen hemmte Curcumol die Invasion und Migration von Brustkrebszellen signifikant.</li> <li>Curcumol erscheint damit als vielversprechender Ansatz für die Brustkrebs-Therapie.</li> </ul> <h2>Krebshemmende TCM-Heilpflanze</h2> <p><em>Curcuma kwangsiensis</em> gilt als eine der wichtigsten Heilpflanzen der Traditionellen Chinesischen Medizin, wobei insbesondere die Wurzel des Ingwergewächses für medizinische Zwecke Verwendung findet.</p> <p>Aus früheren <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0144861712002913" target="_blank">Studien</a> war zudem bekannt, dass <em>Curcuma kwangsiensis</em> durch die enthaltenen Polysacchariden auch krebshemmende Eigenschaften entfaltet.</p> <p>Ebenso wurde Curcumol, ein bioaktives ätherisches Öl aus dem Extrakt der Pflanze, mit einer Anti-Tumor-Wirkung in Zusammenhang gebracht, die über Nucleolin und dessen Interaktion mit dem Östrogenrezeptor-α 36 vermittelt wird, erläutern die Forschenden.</p> <h2>Welche Rolle spielt miR-206?</h2> <p>Nucleolin bilde seinerseits ein RNA-bindendes Protein, das mit der Mikro-RNA-206 ( miR-206) interagiere, die für ihre tumorsuppressiven Effekte bekannt sei. Ob die Wirkung von Curcumol auf die Invasion und Migration von Brustkrebszellen durch die miR-206 reguliert wird, sei bisher jedoch unklar geblieben.</p> <p>In Zellversuchen und an Mäusen versuchten die Forschenden daher nun, die Wirkung von Curcumol und die zugrunde liegenden Mechanismen genauer zu bestimmen.</p> <h2>Invasion &#038; Migration der Krebszellen gehemmt</h2> <p>Dabei zeigte sich, dass Curcumol die Invasion und Migration von Brustkrebszellen signifikant hemmt und dass dies auf einer Herunterregulierung der Nucleolin-Expression und damit verbundenen erhöhten miR-206-Spiegeln beruht, berichtet das Forsschungsteam.</p> <p>Darüber hinaus habe Curcumol die Invasion und Migration von Brustkrebszellen auch durch die Unterdrückung der Interaktion zwischen Nucleolin und dem Östrogenrezeptor-α 36 gehemmt.</p> <h2>Curcumol zur Brustkrebs-Therapie?</h2> <p>Insgesamt zeigt das ätherische Öl aus der beliebten TCM-Heilpflanze starke krebshemmende Eigenschaften und Curcumol könnte demnach einen vielversprechenden Beitrag bei der Behandlung von Brustkrebs leisten.</p> <p>Dabei steht die Anti-Brustkrebs-Wirkung von Curcumol laut den Forschenden in engem Zusammenhang mit der Regulation der Expression von miR-206 und Nucleolin.</p> <p>Welchen therapeutischen Nutzen Curcumol tatsächlich haben kann, müssen nun weitere Studien klären, in denen auch die Wirkung bei Menschen untersucht wird. Die aktuellen Ergebnisse machen jedoch durchaus Hoffnung. (vb)</p> Curcumin-Berberin-Kombination wirksam gegen zahlreiche Erkrankungen https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/curcumin-berberin-kombination-wirksam-gegen-zahlreiche-erkrankungen-20260811608260/ Tue, 11 Aug 2026 10:03:44 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608260 Die pflanzlichen Wirkstoffe Curcumin und Berberin können bei einer kombinierten Anwendung einen hilfreichen Beitrag zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen leisten, von der nichtalkoholischen Fettleber bis hin zu Alzheimer und Krebs. Welche therapeutische Wirkung die kombinierte Anwendung von Curcumin und Berberin bei unterschiedlichen Erkrankungen entfaltet, haben Forschende in einer aktuellen Übersichtsarbeit untersucht, deren Ergebnisse in dem Fachmagazin [&#8230;] <p>Die pflanzlichen Wirkstoffe Curcumin und Berberin können bei einer kombinierten Anwendung einen hilfreichen Beitrag zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen leisten, von der nichtalkoholischen <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/fettleber-ursachen-und-therapie/">Fettleber</a> bis hin zu <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/alzheimer/">Alzheimer</a> und Krebs.</p> <p>Welche therapeutische Wirkung die kombinierte Anwendung von Curcumin und Berberin bei unterschiedlichen Erkrankungen entfaltet, haben Forschende in einer aktuellen Übersichtsarbeit untersucht, deren Ergebnisse in dem Fachmagazin „<a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s11033-026-12007-2" target="_blank">Molecular Biology Reports</a>“ veröffentlicht sind.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Die Kombination der Pflanzenstoffe Curcumin (aus Kurkuma) und Berberin (z.B. aus Berberitze) zeigt ein breites therapeutisches Potenzial.</li> <li>Gemeinsam wirken Curcumin und Berberin unter anderem antioxidativ, entzündungshemmend, antimikrobiell und krebshemmend.</li> <li> Die Wirkstoffkombination kann beispielsweise bei der Therapie von Fettlebererkrankungen, Krebs, Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dem Reizdarmsyndrom helfen.</li> <li>Aufgrund möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten ist vor der Einnahme eine ärztliche Rücksprache angeraten.</li> </ul> <h2>Zwei besondere Pflanzenstoffe</h2> <p>Curcumin ist eine polyphenolische Verbindung aus <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/kurkuma/">Kurkuma</a> und Berberin ein sogenanntes Isochinolin-Alkaloid, das in höheren Konzentrationen in <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/berberitze-anbau-verwendung-heilwirkung/">Berberitzen</a> vorkommt, aber auch aus chinesischem Goldfaden extrahiert werden kann.</p> <p>Für beide Pflanzenstoffe sind umfängliche positive Gesundheitseffekte belegt und beispielsweise kam eine <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/17/9/1430" target="_blank">Studie</a> aus dem vergangenen Jahr zu dem Schluss, dass <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/curcumin-vielseitiger-pflanzenstoff-gegen-entzuendungen-20250504603703/">Curcumin ein wirksamer Pflanzenstoff gegen Entzündungen</a> ist und eine andere <a href="https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2604-4115" target="_blank">Forschungsarbeit</a> zeigt, dass der <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/kurkuma-pflanzenstoff-curcumin-wirksam-gegen-diabetes-20250619604700/">Pflanzenstoff auch bei Diabetes helfen kann</a>.</p> <p>Ebenso wurden bereits antimikrobielle, krebshemmenden und leberschützende Eigenschaften sowie verschiedene weitere vorteilhafte Gesundheitseffekte für Curcumin nachgewiesen.</p> <p>Berberin ist seinerseits vor allem für seine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System bekannt, die zuletzt in einer <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ptr.70203" target="_blank">Forschungsarbeit</a> vor wenigen Monaten bestätigt wurde. Dies kam zu dem Schluss, dass der Wirkstoff aus <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/heilpflanzen-wirkstoff-aus-berberitze-schuetzt-blutgefaesse-20260113607086/">Berberitze nachweisbar die Blutgefäße schützt</a>.</p> <p>Darüber hinaus bewirkt Berberin auch zahlreiche weitere positive Gesundheitseffekte wie zum Beispiel eine Stärkung der Darmflora, eine erhöhte Insulinsensitivität und einen verbesserten Fettstoffwechsel.</p> <h2>Wie wirksam ist die kombinierte Einnahme?</h2> <p>Welchen therapeutischen Nutzen die kombinierten Anwendung von Curcumin und Berberin bei unterschiedlichen Erkrankungen haben kann und welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen, überprüften die Forschenden nun anhand einer Auswertung der verfügbaren Studien.</p> <p>Unter anderem wurde die Wirkung gegen nichtalkoholische Fettlebererkrankungen, verschiedene Malignome (bösartige Tumore), die Alzheimer-Krankheit, kardiovaskuläre Erkrankungen und das Reizdarmsyndrom untersucht.</p> <h2>Nachweisbare pharmakologische Eigenschaften</h2> <p>Dabei zeigten sich vielfältige pharmakologische Eigenschaften wie eine potente antioxidative, entzündungshemmende, antimikrobielle und antikanzerogene Wirkung, berichtet das Team.</p> <p>Die Kombination von Curcumin und Berberin moduliere die Darmflora, unterdrücke lipogene und entzündliche Signalwege und aktiviere die PI3K/Akt- sowie die PPARγ-Signalübertragung, wodurch sie nichtalkoholische Fettlebererkrankungen lindere.</p> <h2>Antimikrobiell &#038; krebshemmend</h2> <p>Die Wirkung gegen Krebs beruhe vor allem auf einer Förderung der Apoptose (programmierter Zelltod), der Hemmung des PI3K/Akt/mTOR-Signalwegs und der Veränderung des Tumormikromilieus.</p> <p>Indem sie Biofilme aufbrechen und reaktive Sauerstoffspezies erzeugen, entfalten die Pflanzenstoffe eine starke antimikrobielle Wirkung, mit der sie auch Krankheitserreger wie Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) beseitigen, berichten die Forschenden weiter.</p> <p>Darüber hinaus könne die kombinierte Anwendung auch die Aggregation von Amyloid-beta reduzieren, die als wichtiges Merkmal von Alzheimer gilt. Zudem werde die Autophagie gefördert und die Neuroinflammationen reduziert, was der neurodegenerativen Erkrankung entgegenwirke.</p> <p>Insgesamt verdeutlicht die Übersichtsarbeit die vielseitigen therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten von Curcumin und Berberin, wobei jedoch die eine ärztliche Rücksprache vor der Einnahme dringend geboten bleibt, auch angesichts möglicher Wechselwirkungen mit anderen Therapeutika. (fp)</p> Alzheimer, Parkinson & Co: Dieser Pflanzenstoff wirkt nachweisbar https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/alzheimer-parkinson-co-dieser-pflanzenstoffe-wirkt-nachweisbar-20260811608804/ Tue, 11 Aug 2026 09:59:46 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608804 Bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems wie Parkinson und Alzheimer kann ein Wirkstoff aus einer wichtigen Heilpflanze der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) einen vielversprechenden therapeutischen Beitrag leisten. Forschende bewerten den Pflanzenstoff Scutellarin als künftigen zentralen phytochemischen Wirkstoff für den Schutz des Zentralen Nervensystems. In einer aktuellen Übersichtsarbeit hat ein chinesisches Forschungsteam die pharmakologischen Wirkungen von Scutellarin [&#8230;] <p>Bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems wie <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/parkinson-3/">Parkinson</a> und <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/alzheimer/">Alzheimer</a> kann ein Wirkstoff aus einer wichtigen Heilpflanze der <a href="https://www.heilpraxisnet.de/ganzheitliche-medizin/chinesische-medizin/">traditionellen chinesischen Medizin</a> (TCM) einen vielversprechenden therapeutischen Beitrag leisten. Forschende bewerten den Pflanzenstoff Scutellarin als künftigen zentralen phytochemischen Wirkstoff für den Schutz des Zentralen Nervensystems.</p> <p>In einer aktuellen Übersichtsarbeit hat ein chinesisches Forschungsteam die pharmakologischen Wirkungen von Scutellarin gegen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0944711326007373" target="_blank">Phytomedicine</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Der Pflanzenstoff Scutellarin zeigt vielversprechendes Potenzial zur Vorbeugung und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.</li> <li>Scutellarin wirkt antioxidativ und entzündungshemmend und kann Nervenzellen vor schädlichen Prozessen schützen.</li> <li>Der Pflanzenstoff kann krankhafte Proteinablagerungen verringern und beeinflusst mehrere zelluläre Signalwege, die an Entzündungen, oxidativem Stress und der Funktion der Mitochondrien beteiligt sind.</li> <li>Insgesamt erscheint Scutellarin als besonders vielversprechender phytochemischer Wirkstoff zum Schutz des zentralen Nervensystems.</li> </ul> <h2>Wirkstoff einer TCM-Heilpflanze</h2> <p>Scutellarin ist ein natürliches Polyphenole, genauer genommen ein Flavonoidglykosid, das hauptsächlich aus <em>Erigeron breviscapus</em> gewonnen wird, einer Heilpflanze, die in der traditionellen chinesischen Medizin häufig bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems eingesetzt wird, erläutern die Forschenden.</p> <p>Die tatsächlich erzielbare Wirkung, die zugrundeliegenden Mechanismen, die Pharmakokinetik und Aspekte der Sicherheit seien jedoch noch nicht hinreichend geklärt, Deshalb analysierten die Fachleute nun anhand einer Auswertung der bisher veröffentlichten Studien die Effekte des Pflanzenstoffs.</p> <p>Insgesamt wurden 223 zwischen 2003 und 2026 veröffentlichte Forschungsarbeiten einbezogen, die den Einfluss von Scutellarin bei zehn verschiedene Erkrankungen des Zentralen Nervensystems untersuchten, darunter ischämische Schlaganfälle, Alzheimer und Parkinson.</p> <h2>Signifikante therapeutischer Nutzen</h2> <p>Die Ergebnisse aus 23 klinischen Studien ließen dabei auf ein signifikantes therapeutisches Potenzial gegen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems schließen, berichtet das Team.</p> <p>Weiteren Forschungsarbeiten hätten den Einfluss von Scutellarin auf den oxidativen Stress, auf Entzündungsreaktionen und auf die mitochondrialen Funktionen als mögliche zugrundeliegende Mechanismen identifiziert.</p> <p>Auch sei deutlich geworden, dass neuartige Formulierungen die biologische Halbwertszeit signifikant verlängern und die Bioverfügbarkeit von Scutellarin verbessern können. Zudem zeige der Pflanzenstoff ein günstiges Sicherheitsprofil bei therapeutischen Dosierungen.</p> <h2>Wirkstoff zum Schutz des Zentralen Nervensystems</h2> <p>Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse gehen die Forschenden davon aus, dass sich Scutellarin angesichts seiner vielversprechenden therapeutischen Effekte zu einem zentralen phytochemischen Wirkstoff für den Schutz des Zentralen Nervensystems entwickeln wird.</p> <p>Auch wenn weitere Studien unerlässlich bleiben, um die Anwendung von Scutellarin genauer zu untersuchen, erscheint das therapeutische Potenzial des Pflanzenstoffs gegen Alzheimer, Parkinson und andere Erkrankungen des zentralen Nervensystems insgesamt äußerst vielversprechend. (fp)</p> Fettleber: Auch Herz-Kreislauf-System & kognitive Funktionen betroffen https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/fettleber-auch-herz-kreislauf-system-kognitive-funktionen-betroffen-20260811609245/ Tue, 11 Aug 2026 08:48:59 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=609245 Die nichtalkoholische Fettleber (metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung; MASLD) betrifft nicht nur die Leber, sondern kann als systemische Erkrankung auch das Herz-Kreislauf-System und die kognitiven Funktionen beeinträchtigen. Ein italienisches Forschungsteam hat untersucht, inwiefern das Protein Lipocalin-2 (LCN2) mit früher Gefäßdysfunktion, kognitiven Beeinträchtigungen und dem kardiovaskulären Risiko bei Personen mit MASLD verbunden ist. Die Ergebnisse sind in [&#8230;] <p>Die nichtalkoholische <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/fettleber-ursachen-und-therapie/">Fettleber</a> (metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung; MASLD) betrifft nicht nur die Leber, sondern kann als systemische Erkrankung auch das Herz-Kreislauf-System und die kognitiven Funktionen beeinträchtigen.</p> <p>Ein italienisches Forschungsteam hat untersucht, inwiefern das Protein Lipocalin-2 (LCN2) mit früher Gefäßdysfunktion, kognitiven Beeinträchtigungen und dem kardiovaskulären Risiko bei Personen mit MASLD verbunden ist. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://www.aging-us.com/article/206397/text" target="_blank">Aging</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Fettleber schadet nicht nur der Leber</h2> <p>Frühere Studien deuteten bereits darauf hin, dass Personen mit nichtalkoholischer Fettlebererkrankung einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kognitive Beeinträchtigungen und andere metabolische Komplikationen unterliegen, erläutern die Forschenden.</p> <p>Bisher waren die Zusammenhänge allerdings noch nicht abschließend geklärt, weshalb die Forschenden nun überprüften, ob LCN2 als Protein, das an Entzündungs- und Stoffwechselsignalwegen beteiligt ist, ein Bindeglied zwischen MASLD, kardiovaskulären Beeinträchtigungen und kognitiven Beeinträchtigungen bildet.</p> <h2>Einfluss auf kardiovaskuläre &#038; kognitive Funktionen?</h2> <p>Bei 40 Patientinnen und Patienten mit kürzlich diagnostizierter MASLD sowie 40 hinsichtlich Alter und Geschlecht vergleichbaren Kontrollpersonen ohne Lebererkrankung ermittelten die Forschenden die zirkulierenden LCN2-Spiegel.</p> <p>Außerdem wurden die Endothelfunktion (mittels Index der reaktiven Hyperämie; RHI), die sogenannte myokardiale mechano-energetische Effizienz (MMEE) und die kognitive Leistungsfähigkeit (mittels Mini-Mental-State-Tests; MMSE) erfasst, erläutern die Forschenden.</p> <h2>Herz &#038; kognitive Funktionen beeinträchtigt</h2> <p>Die Fachleute registrierten bei den Teilnehmenden mit MASLD signifikant höhere LCN2-Werte als bei der Kontrollgruppe. Außerdem waren deren Endothelfunktionen schlechter, die MMEE-Werte niedriger und die Ergebnisse der kognitiven Tests schlechter.</p> <p>In weiteren Analysen überprüften die Forschenden zudem, ob LCN2 selbst ein unabhängiger Prädiktor für vaskuläre Dysfunktionen oder kognitive Beeinträchtigungen ist. Nach Berücksichtigung wichtiger kardiometabolischer Risikofaktoren war hier jedoch kein statistisch signifikanter Zusammenhang nachweisbar.</p> <p>Dies spricht dafür, dass die erhöhten LCN2-Werte primär die mit MASLD einhergehende metabolische und entzündliche Belastung widerspiegeln, anstatt eine direkte Ursache für kardiovaskuläre oder neurologische Funktionsstörungen darzustellen, so das Forschungsteam.</p> <p>Vermutlich interagieren chronische niedriggradige Entzündungen, Insulinresistenz, eine Dysfunktion des Fettgewebes und Gefäßschädigungen und verursachen so die systemischen Komplikationen, erläutern die Forschenden weiter.</p> <h2>Fettleber eine systemische Erkrankung</h2> <p>Insgesamt bestätigen die Studienergebnisse, dass die MASLD mehrere Organsysteme betrifft und neben der Leber auch die Blutgefäße, die Herzfunktion sowie die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen kann.</p> <p>Zudem ist die endotheliale Dysfunktion ein potenziell nützlicher Indikator für das kardiovaskuläre Risiko bei MASLD und anhand des RHI war eine Unterscheidung zwischen MASLD-Betroffenen und gesunden Kontrollpersonen möglich, so das Forschungsteam.</p> <p><em>„Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse unserer Studie, dass MASLD nicht länger als reine Lebererkrankung ohne systemische Auswirkungen betrachtet werden kann, sondern vielmehr als eine Krankheit verstanden werden sollte, die alle Organe und Systeme des Körpers betrifft“</em>, resümieren die Forschenden. (fp)</p> Diabetes: Dieses Probiotikum zeigt vielversprechende Wirkungen https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/diabetes-dieses-probiotikum-zeigt-vielversprechende-wirkungen-20260810608841/ Mon, 10 Aug 2026 10:57:30 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608841 Bei Diabetes könnten Probiotika mit dem Bakterium Lactobacillus plantarum einen signifikanten Beitrag zur Behandlung leisten. In ersten Untersuchungen verbesserten die Milchsäurebakterien nicht nur die Blutzuckerwerte, sondern auch die Blutfettwerte und die Zusammensetzung der Darmflora. Welchen Einfluss Lactobacillus plantarum bei Typ-2-Diabetes entfalten kann, hat ein chinesisches Forschungsteam in einer aktuellen Studie untersucht. Die vielversprechenden Ergebnisse sind [&#8230;] <p>Bei <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/diabetes/">Diabetes</a> könnten Probiotika mit dem Bakterium <em>Lactobacillus plantarum</em> einen signifikanten Beitrag zur Behandlung leisten. In ersten Untersuchungen verbesserten die Milchsäurebakterien nicht nur die Blutzuckerwerte, sondern auch die Blutfettwerte und die Zusammensetzung der Darmflora.</p> <p>Welchen Einfluss <em>Lactobacillus plantarum</em> bei Typ-2-Diabetes entfalten kann, hat ein chinesisches Forschungsteam in einer aktuellen Studie untersucht. Die vielversprechenden Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2212429226013659" target="_blank">Food Bioscience</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Das Probiotikum <em>Lactobacillus plantarum</em> LH36 könnte bei Typ-2-Diabetes die Blutzuckerregulation und die Insulinresistenz signifikant verbessern.</li> <li>Auch auf die Blutfettwerte und verschiedene diabetesbedingte Stoffwechselstörungen hat das Probiotikum positive Auswirkungen .</li> <li><em>Lactobacillus plantarum</em> erzielt seine Wirkung vor allem durch vorteilhafte Veränderungen der Darmflora.</li> <li>Insgesamt erscheint das Probiotikum als vielversprechender Ansatz zu ergänzenden Diabetes-Therapie.</li> </ul> <h2>Probiotika zur Therapie?</h2> <p>Natürliche Ansätze zur Behandlung von Typ-2-Diabetes sind weiterhin dringend gesucht und angesichts des Einflusses der <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/darmflora-diese-bakterien-beeinflussen-das-diabetesrisiko-20230105569896/">Darmbakterien auf das Diabetes-Risiko</a>, den frühere <a href="https://diabetesjournals.org/diabetes/article/71/11/2438/147445/Butyrate-Producing-Bacteria-and-Insulin" target="_blank">Studien</a> bereits nachgewiesen haben, ist zuletzt auch die gezielte Modulation der Darmflora verstärkt in den Fokus der Forschung gerückt.</p> <p>Probiotika bilden einen möglichen Ansatz, um die Zusammensetzung der <a href="https://www.heilpraxisnet.de/themen/darmflora/">Darmflora</a> zu beeinflussen, und bewährt sind unter anderem Präparate auf Basis von <em> Lactobacillus plantarum</em>. Dieses Bakterium kommt natürlicherweise zum Beispiel in Kefir, <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/sauerkraut-inhaltsstoffe-wirkungen-und-rezepte/">Sauerkraut</a>, Kimchi und anderen fermentierten Produkten vor.</p> <p>Inwiefern <em>Lactobacillus plantarum</em> LH36 vorteilhafte Effekte bei Typ-2-Diabetes entfalten kann, haben die Forschenden nun anhand von Mäusen untersucht. Neben den Auswirkungen auf physiologische Blutparameter und histopathologische Veränderungen wurden dabei auch die Einflüsse auf die Darmflora analysiert.</p> <h2>Verbesserte Blutzuckerregulation</h2> <p>Die orale Verabreichung von <em>Lactobacillus plantarum</em> LH36 verbesserte unter anderem die Blutzuckerregulation und die Insulinresistenz der Typ-2-Diabetes-Mäuse signifikant und führte zu einer deutlichen Verringerung der Schäden an Dickdarm und Leber, berichten die Forschenden.</p> <p>Des Weiteren habe das Probiotikum die Stoffwechselstörungen bei T2D-Mäusen signifikant gelindert und zahlreiche Metaboliten positiv beeinflusst, darunter verschiedene langkettige Acylcarnitine, Diacylglycerole sowie Pentadecansäure. Und auch bei den Blutfettwerten beobachteten die Fachleute Verbesserungen.</p> <h2>Störungen der Darmflora beseitigt</h2> <p>Nicht zuletzt profitierte laut den Forschenden die Zusammensetzung der Darmflora von dem Probiotikum und vorliegende Störungen des Darmmikrobioms wurden beseitigt. </p> <p>Insbesondere nahm bei den Bakterienstämmen der Anteil an <em>Bacteroidetes</em> zu, während der Anteil an <em>Firmicutes</em> abnahm und das Ungleichgewicht zwischen den Gattungen <em>Lactobacillus</em> und <em>Butyrobacter</em> wurde korrigiert, so das Forschungsteam weiter.</p> <p><strong>Lesen Sie auch:</strong></p> <ul> <li><a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/diabetes-jahre-vorab-anhand-der-darmflora-vorhersehbar-20260714608647/">Diabetes Jahre vorab anhand der Darmflora vorhersehbar</a></li> <li><a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/diabetes-pflanzenstoff-verbessert-darmflora-glukosestoffwechsel-20260605607939/">Diabetes: Pflanzenstoff verbessert Darmflora &#038; Glukosestoffwechsel</a></li> </ul> <h2>Vielversprechende therapeutische Option</h2> <p><em>Lactobacillus plantarum</em> entfaltete blutzuckersenkende Wirkungen, verbesserte die Insulinresistenz, senkte die Blutfettwerte, linderte pathologische Veränderungen in Dickdarm und Leber und beseitigte Störungen der Darmflora, fassen die Forschenden die wichtigsten Ergebnisse zusammen.</p> <p>Damit liefert die Studie eine erste Grundlage für die Anwendung des Probiotikums als ergänzende Therapie bei Typ-2-Diabetes. Allerdings sind nun zunächst weitere Untersuchungen an Menschen erforderlich, bevor entsprechende Empfehlungen für die Einnahme von <em>Lactobacillus plantarum</em> ausgesprochen werden können. (fp)</p> Heilpflanzen: Salbei wirkt gegen Streptokokken-Infektionen https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/so-wirksam-ist-salbei-gegen-streptokokken-infektionen-20260810608834/ Mon, 10 Aug 2026 10:26:55 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608834 Salbei zeigt eine vielversprechende antibakterielle Wirkung gegen Streptococcus pyogenes, einen Erreger von Scharlach und Mandelentzündungen. Damit erscheint die Heilpflanze als vielversprechende Option zur Behandlung der Streptokokken-Infektionen. Wie wirksam Echter Salbei ( Salvia officinalis) gegen Streptococcus pyogenes ist, hat ein türkisches Forschungsteam in einer aktuellen Studie untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Annals of Medical [&#8230;] <p><a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/salbei-anwendung-wirkung-und-rezepte/">Salbei</a> zeigt eine vielversprechende antibakterielle Wirkung gegen Streptococcus pyogenes, einen Erreger von Scharlach und Mandelentzündungen. Damit erscheint die <a href="https://www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/">Heilpflanze</a> als vielversprechende Option zur Behandlung der Streptokokken-Infektionen.</p> <p>Wie wirksam Echter Salbei (<em> Salvia officinalis</em>) gegen Streptococcus pyogenes ist, hat ein türkisches Forschungsteam in einer aktuellen Studie untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://www.annalsmedres.org/index.php/aomr/article/view/4941" target="_blank">Annals of Medical Research</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Echter Salbei wirkt gegen <em>Streptococcus pyogenes</em>, einen Erreger von Scharlach und Mandelentzündungen.</li> <li>Sowohl Wurzel- als auch Blattextrakte des Salbeis zeigen bereits in relativ geringer Konzentration eine signifikante antibakterielle Wirkung.</li> <li>Das Blattextrakt ist dabei schon in niedrigeren Dosierungen wirksam als das Wurzelextrakt.</li> <li>Salbei könnte künftig auch gegen Infektionen durch resistente Bakterienstämme helfen.</li> </ul> <h2>Wie wirksam ist Salbei?</h2> <p>Dass Salbei eine antimikrobielle Wirkung entfalten kann, war aus früheren Untersuchungen bereits bekannt. Inwiefern sich diese gezielt gegen bestimmte Krankheitserreger nutzen lässt, blieb bisher allerdings unklar.</p> <p>Die Fachleute überprüften daher die Wirkung methanolischer Extrakte aus den Wurzeln und den Blättern von <em>Salvia officinalis</em> gegen Isolate von Streptococcus pyogenes aus Rachenabstrichen.</p> <p>Die antibakterielle Aktivität wurde dabei mittels der sogenannten Bouillon-Mikrodilutionsmethode bestimmt und die Forschenden ermittelten zudem Werte für die minimale Hemmkonzentration (geringste Konzentration, bei der eine hemmende Wirkung auftrat) und die minimale bakterizide Konzentration (geringste Konzentration, die ein Absterben der Bakterien bewirkte).</p> <h2>Salbei eine vielversprechende Option</h2> <p>Die Extrakte aus der Wurzel und den Blättern der Pflanze zeigten dabei bereits in relativ geringer Konzentration eine signifikante antibakterielle Wirkung, wobei allerdings das Blattextrakt in noch niedrigeren Dosierungen wirksam war, berichtet das Team.</p> <p>Insgesamt seien die antibakteriellen Eigenschaften der Salbei-Extrakte durchaus überzeugend und sobald Grenzwerte für die sichere Anwendung ermittelt sowie Standardverfahren zur Herstellung der Extrakte entwickelt wurden, könnte Salbei auch bei der Behandlung von Infektionskrankheiten helfen, die durch resistente Stämme verursacht werden, hoffen die Forschenden. (fp)</p> Stress im frühen Leben macht das Gehirn dauerhaft anfällig https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/stress-im-fruehen-leben-macht-das-gehirn-dauerhaft-anfaellig-20260810609257/ Mon, 10 Aug 2026 08:27:19 +0000 Volker Blasek News https://www.heilpraxisnet.de/?p=609257 Durch Stress in frühen Lebensphase können dauerhafte „Narben“ im Gehirn entstehen, die uns anfälliger für Stressbelastungen machen und so zu einem erhöhten Risiko für Angstzustände, Depressionen und andere affektive Störungen im Erwachsenenalter führen. Forschende der Washington University School of Medicine in St. Louis und der Princeton University haben untersucht, über welche Mechanismen Stress im frühen [&#8230;] <p>Durch Stress in frühen Lebensphase können dauerhafte „Narben“ im Gehirn entstehen, die uns anfälliger für Stressbelastungen machen und so zu einem erhöhten Risiko für <a href="https://www.heilpraxisnet.de/symptome/angst/">Angstzustände</a>, <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/depression-depressives-syndrom/">Depressionen</a> und andere affektive Störungen im Erwachsenenalter führen.</p> <p>Forschende der <a href="https://medicine.washu.edu/" target="_blank">Washington University School of Medicine in St. Louis</a> und der <a href="https://www.princeton.edu/" target="_blank">Princeton University</a> haben untersucht, über welche Mechanismen Stress im frühen Leben die Stressanfälligkeit im späteren Lebensverlauf beeinflussen kann. Die aufschlussreichen Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://www.cell.com/neuron/fulltext/S0896-6273(26)00573-8" target="_blank">Neuron</a>“ veröffentlicht. </p> <h2>Stress in der Kindheit</h2> <p>Viele Kinder sind durch Missbrauch oder andere traumatische Erlebnisse erheblichen Stressbelastungen ausgesetzt und gleichzeitig werden solche Erfahrungen mit einem erhöhten Risiko für psychische und körperliche Gesundheitsprobleme im Erwachsenenalter in Zusammenhang gebracht, erläutern die Forschenden.</p> <p>Hohe Stressbelastungen in der Kindheit seien bekanntermaßen mit einer erhöhten Anfälligkeit für Angstzustände, Depressionen und andere affektive Störungen bei Erwachsenen verbunden. Doch wieso Traumata in der frühen Lebensphase diese langfristige Wirkung entfalten, bleibe bisher unklar.</p> <h2>Wie verändert Stress das Gehirn?</h2> <p>Anhand von Mäusen untersuchten die Fachleute daher, wie Traumata während der frühen Entwicklung das Gehirn physisch verändern und wodurch die erhöhte Empfindlichkeit für Stress im späteren Leben entsteht.</p> <p>Insbesondere analysierten die Forschenden die Auswirkungen auf die Hirnregion namens ventrales Tegmentum, wo dopaminproduzierende Gehirnzellen für die Verarbeitung wichtiger Umweltreize zuständig sind, darunter Belohnungen und belastende Ereignisse.</p> <h2>Gene leichter aktivierbar</h2> <p>Bei Betrachtung des sogenannte Epigenoms in den dopaminproduzierenden Neuronen beobachtete das Team deutliche Veränderungen infolge der Stressbelastungen in der Kindheit, wobei die Gene in den Neuronen hierdurch langfristig leichter aktivierbar wurden.</p> <p>Im Inneren der Zellen ist die DNA wie eine Spiralfeder aufgewickelt, wobei die DNA-Windungen um Histonproteine geschlungen sind. Ist die genetische Spirale zusammengedrückt, sind die darin enthaltenen Gene inaktiviert, erklärt die Studienautorin Dr. Catherine Jensen Peña von der Princeton University.</p> <p>Wenn sich die DNA-Spirale ausdehnt und öffnet, werden die Gene leichter zugänglich und können aktiviert werden, so die Expertin weiter. Bei den Mäusen konnten die Fachleuten nun einen Prozess identifizieren, über den Traumata in der Jugend eine solche Öffnung der Spirale bewirken.</p> <h2>Entscheidendes Enzym identifiziert</h2> <p>In den Untersuchungen habe sich gezeigt, dass der Stress im frühen Leben bei den Mäusen zu erhöhten Konzentrationen des Enzyms SETD7 in den Dopamin-Neuronen führte und dieses Enzym trage dazu bei, eine chemische Markierung (H3K4me1) an der genetischen Spirale anzubringen.</p> <p>Diese Markierung signalisiert, dass sich die Struktur entfalten soll, was wiederum die Zelle empfänglicher für Umwelteinflüsse macht, so Peña. In weiteren Untersuchungen habe sich gezeigt, dass die künstliche Erhöhung von SETD7 auch bei jungen, stressfreien Mäusen entsprechende Veränderungen der DNA-Struktur bewirkte.</p> <p>Bei diesen Tieren waren die stressreaktiven Gene in den dopaminproduzierenden Gehirnzellen ebenfalls leichter aktivierbar und sie zeigten über das gesamte Leben eine geringere Stresstoleranz sowie ein ängstlicheres Verhalten, berichten die Forschenden.</p> <p>Wurde jedoch verhindert, dass das Enzym SETD7 übermäßig viele H3K4me1-Markierungen an der DNA-Spirale anbrachte, blieb diese auch nach der Stressbelastung im frühen Leben geschlossen und die Mäuse waren im späteren Leben widerstandsfähiger gegen Stress, so die Fachleute weiter.</p> <p>Trotz Stresserfahrungen in der frühen Lebensphase seien Mäuse mit gedrosseltem SETD7-Spiegel auch bei späteren Stressbelastungen ebenso sozial und erkundungsfreudig geblieben wie nicht gestresste Mäuse, und die Aktivität ihrer Dopamin-Neuronen habe sich nicht verändert.</p> <h2>Bislang unbekannter Prozess entschlüsselt</h2> <p><em>„Wir haben einen neuen biologischen Prozess aufgedeckt, der belastende Erfahrungen in der frühen Lebensphase mit der langfristigen Anfälligkeit für psychische Erkrankungen verknüpft“</em>, erläutert die Studienautorin Prof. Dr. Meaghan Creed von der Washington University School of Medicine.</p> <p>Die Untersuchung belege <em>„eine physische Narbe, die ein Trauma während der Entwicklungsphase im Inneren der Gehirnzellen hinterlässt.“</em> Dies eröffne allerdings auch einen biologischen Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer Behandlungen und Interventionsmaßnahmen.</p> <h2>Hoffnungen auf neue Therapieoptionen</h2> <p><em>„Derzeit gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten für die Auswirkungen von Stress in der frühen Lebensphase auf das Gehirn – unter anderem deshalb, weil uns bislang ein klares Bild der molekularen Mechanismen fehlte, an denen man ansetzen könnte“</em>, ergänzt Dr. Peña.</p> <p>Nun sei ein Mechanismus aufdeckt, der erklären könne, warum die Auswirkungen von Stress sowohl latent als auch weitreichend sind, und dieser biete einen vielversprechenden Ausgangspunkt, um die langfristigen Folgen der Stressbelastungen im frühen Leben zu vermeiden. (vb)</p> MS: Schützendes Bakterium der Darmflora entdeckt https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/ms-schuetzendes-bakterium-der-darmflora-entdeckt-20260809608706/ Sun, 09 Aug 2026 19:47:26 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=608706 Ist ein bestimmtes Bakterium der Darmflora nur selten vorhanden, steigt das Risiko für eine Erkrankung an MS (Multiple Sklerose) signifikant. Im Umkehrschluss könnte ein erhöhtes Vorkommen des Bakteriums vor MS schützen. Forschende der Cittadella Universitaria di Monserrato (Italien) haben mögliche Zusammenhängen zwischen dem Auftreten von MS und den Darmmikrobiota untersucht und dabei eine Assoziation mit [&#8230;] <p>Ist ein bestimmtes Bakterium der <a href="https://www.heilpraxisnet.de/themen/darmflora/">Darmflora</a> nur selten vorhanden, steigt das Risiko für eine Erkrankung an MS (Multiple Sklerose) signifikant. Im Umkehrschluss könnte ein erhöhtes Vorkommen des Bakteriums vor MS schützen.</p> <p>Forschende der Cittadella Universitaria di Monserrato (Italien) haben mögliche Zusammenhängen zwischen dem Auftreten von MS und den Darmmikrobiota untersucht und dabei eine Assoziation mit dem Bakterium <em>Akkermansia massiliensis</em> identifiziert. Die entsprechenden Studienergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://www.nature.com/articles/s41435-026-00404-3" target="_blank">Genes &#038; Immunity</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte</h2> <ul> <li>Das Darmbakterium <em>Akkermansia massiliensis</em> scheint vor Multipler Sklerose (MS) zu schützen.</li> <li>Bei einer niedrigen Präsenz von<em>Akkermansia massiliensis</em> im Darm steigt das Erkrankungsrisiko deutlich.</li> <li>Ein geringes Vorkommen des Bakteriums ist offenbar mit einer beeinträchtigten Toleranz gegenüber kommensalen Mikrobiota und mit einer Dysregulation der B-Zell-Funktion verbunden.</li> <li>Eine gezielte Förderung der nützlichen Darmbakterien könnte auch Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung von MS eröffnen. </li> </ul> <h2>Darmflora &#038; MS verbunden</h2> <p>Frühere Forschungsarbeiten hatten bereits auf mögliche Verbindungen zwischen der Darmflora und Multiple-Sklerose-Erkrankungen hingedeutet und beispielsweise kam eine <a href="https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2419689122" target="_blank">Studie</a> aus dem vergangenen Jahr zu dem Schluss, dass <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/darmflora-bestimmte-bakterien-scheinen-ms-auszuloesen-20250608604565/">bestimmte Bakterien der Darmflora MS auslösen könnten</a>.</p> <p>Inwiefern sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen den Darmmikrobiotia und MS herstellen lässt, überprüften die Fachleute nun auf Basis der verfügbaren genomweiten Assoziationsstudien (GWAS).</p> <h2>Neuer Zusammenhang identifiziert</h2> <p>Dabei identifizierten wir eine Assoziation der Krankheit mit dem kommensalen Bakterium <em>Akkermansia massiliensis</em> und ein geringes Vorkommen des Bakteriums schien zur Prädisposition für MS beizutragen, berichtet das Team.</p> <p>Die Verbindung liegt dabei offenbar im Bereich des Gens für den selektiven Fc-Rezeptor von sekretorischem IgA (FcRL3), erläutern die Forschenden weiter. Insbesondere der Einfluss auf die FcRL3-Proteinproduktion und die dynamische Intron-Nutzung zwischen naiven und reifen B-Zellen stehe in Zusammenhang mit dem MS-Risiko.</p> <p>Die Forschenden vermuten, dass ein geringes Vorkommen von <em>Akkermansia massiliensis</em> und niedrige Spiegel von FcRL3 eine Prädisposition für MS schaffen könnten, insbesondere indem sie eine beeinträchtigte Selbsttoleranz gegenüber den kommensalen Mikrobiota sowie eine Dysregulation der B-Zell-Funktion hervorruft.</p> <p>Die Erkenntnisse eröffnen laut den Fachleuten auch neue Ansätze für die MS-Forschung. So könnte eine Erhöhung des Vorkommen von <em>Akkermansia massiliensis</em> und/oder der FcRL3-Spiegel in Zukunft möglicherweise einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Therapie von MS leisten. (fp)</p> Darmflora: Nahrungsmittelallergien mit Stuhltransplantationen therapierbar https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/darmflora-nahrungsmittelallergien-mit-stuhltransplantationen-therapierbar-20260809609243/ Sun, 09 Aug 2026 07:14:35 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=609243 Die Darmflora spielt eine Schlüsselrolle bei Nahrungsmittelallergien und Stuhltransplantation (Fäkale Mikrobiota-Transplantation; FMT) können deren Zusammensetzung so verändern, dass die allergischen Reaktionen ausbleiben. Die Anwendung von FMT gegen Erdnussallergien zeigte in einer ersten klinischen Studie vielversprechende Ergebnisse. Ob fäkale Mikrobiom-Transplantationen die Toleranz gegenüber Erdnüssen bei Erwachsenen mit Erdnussallergie erhöhen können, hat ein internationales Forschungsteam um Dr. [&#8230;] <p>Die <a href="https://www.heilpraxisnet.de/themen/darmflora/">Darmflora</a> spielt eine Schlüsselrolle bei <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/nahrungsmittelallergie/">Nahrungsmittelallergien</a> und Stuhltransplantation (Fäkale Mikrobiota-Transplantation; FMT) können deren Zusammensetzung so verändern, dass die allergischen Reaktionen ausbleiben. Die Anwendung von FMT gegen Erdnussallergien zeigte in einer ersten klinischen Studie vielversprechende Ergebnisse.</p> <p>Ob fäkale Mikrobiom-Transplantationen die Toleranz gegenüber Erdnüssen bei Erwachsenen mit Erdnussallergie erhöhen können, hat ein internationales Forschungsteam um Dr. Rima Rachid vom Boston Children’s Hospital (USA) untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://www.science.org/doi/10.1126/scitranslmed.aee3263" target="_blank">Science Translational Medicine</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Nahrungsmittelallergien weit verbreitet</h2> <p>Allein in den USA sind rund 33 Millionen Menschen von schweren Nahrungsmittelallergien betroffen, wobei Erdnüsse und Baumnüsse zu den Lebensmitteln zählen, die besonders häufig schwerste, lebensbedrohliche allergischen Reaktionen auslösen, erläutern die Forschenden.</p> <p>Zwar seien durchaus Behandlungsmethoden wie zum Beispiel die Anwendung von Antikörpermedikamenten oder Immuntherapien mit niedrigen Dosen verfügbar, die die Toleranz gegenüber einem allergischen Lebensmittel erhöhen können, doch deren Wirkung bleibe begrenzt.</p> <h2>Behandlung bisher schwierig</h2> <p>Nach Beendigung der Therapie kehren die allergischen Reaktionen meist schnell zurück und auch bei vorschriftsmäßiger Einnahme erleiden manche Patientinnen und Patienten dennoch lebensbedrohliche allergische Reaktionen, mitunter sogar als Reaktion auf die Behandlungen, berichtet das Forschungsteam.</p> <p><em>„Menschen mit Nahrungsmittelallergien wünschen sich ein Leben ohne ständige Angst und extreme Wachsamkeit und möchten nicht jedes Mal, wenn sie das Haus verlassen, auf potenziell gefährliche Expositionen achten müssen“</em>, so Dr. Rachid.</p> <p>Betroffene suchen keine Therapien, die sie auf unbestimmte Zeit einnehmen müssen, sondern eine dauerhaft wirksame Linderung oder eine Heilung, ergänzt die Allergologin.</p> <h2>FMT als Behandlungsoption?</h2> <p>In einer früheren Studie an Mäusen habe sich gezeigt, dass eine FMT von Säuglingen mit Nahrungsmittelallergien zu allergischen Reaktionen auf Nahrungsmittel bis hin zu einem anaphylaktischen Schock führte.</p> <p>Wurden den Mäusen hingegen Stuhltransplantationen von gesunden Säuglingen verabreicht, waren sie laut den Fachleuten vor allergischen Reaktionen geschützt. Offenbar seien hierbei einige wenige Bakterienstämme für den Schutz vor allergischen Reaktionen verantwortlich.</p> <h2>Anwendung bei Erdnussallergie getestet</h2> <p>Anhand von 15 Personen mit schwerer Erdnussallergie überprüften die Forschenden nun, ob FMT von Spendern mit einer gesunden Darmflora einen Beitrag zur Behandlung der Allergie leisten können. Hierfür erhielten zunächst zehn Teilnehmende eine einmaligen Behandlung mit 36 Kapseln, die innerhalb mehrerer Stunden eingenommen wurden.</p> <p>Die Behandlung führte bei drei der zehn Teilnehmenden zu deutlichen Verbesserungen und vier Monate später tolerierten sie den Verzehr mehrerer Erdnüsse, berichtet das Forschungsteam.</p> <p>An fünf Teilnehmenden untersuchten die Forschenden anschließend, ob die Einnahme von Antibiotika vor der Stuhltransplantation die Wirkung zusätzlich verbessern kann, indem die Konkurrenz mit den körpereigenen Darmbakterien reduziert wird.</p> <p>Hier zeigten drei der fünf Teilnehmenden eine verbesserte Erdnusstoleranz und sie konnten bei der Folgeuntersuchung mehr als vier Erdnüsse verzehren, bevor eine Reaktion auftrat, was darauf schließen lässt, dass Antibiotika die Wirkung der FMT steigern können, erläutern die Forschenden.</p> <h2>Gallensäuren spielen eine wichtige Rolle</h2> <p>Bei den Analysen der Blutproben von den Teilnehmenden fiel den Fachleuten zudem auf, dass diejenigen, die auf die Therapie ansprachen, im Vergleich zu denjenigen, die nicht ansprachen, erhöhte Gallensäurewerte aufwiesen.</p> <p>Die nützlichen Bakterien aus den Stuhltransplantationen konnten die Gallensäuren offenbar besser verstoffwechseln als die ursprünglichen Bakterien der allergischen Teilnehmenden, berichtet das Team.</p> <p>Und in weiteren Experimenten sei deutlich geworden, dass sich durch den Abbau von Gallensäuren auch die Anzahl von immunregulatorischen Zellen erhöhte, die vor allergischen Reaktionen schützen.</p> <h2>Hoffnung auf neue Therapien</h2> <p><em>„Diese wegweisende Studie hat erstmals gezeigt, dass eine auf dem Mikrobiom basierende Therapie Nahrungsmittelallergien verbessern kann und gleichzeitig aufgezeigt, wie Darmbakterien, ihre Stoffwechselprodukte und das Immunsystem zusammenwirken“</em>, resümiert Dr. Rachid.</p> <p>Nun seien weitere Studien erforderlich, um diese Ergebnisse zu überprüfen und Betroffene zu identifizieren, die am ehesten von einer FMT profitieren können. Möglicherweise gelinge es auch, nützliche Bakterien zu identifizieren, die zu gezielten probiotischen Therapien gegen Nahrungsmittelallergien eingesetzt werden können, so die Hoffnung des Forschungsteams. (fp)</p> Zu viel Bauchfett & Vitamin-D-Mangel eine gefährliche Kombination https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/zu-viel-bauchfett-vitamin-d-mangel-eine-gefaehrliche-kombination-20260808609235/ Sat, 08 Aug 2026 08:27:04 +0000 Fabian Peters News https://www.heilpraxisnet.de/?p=609235 Übermäßige Fettpolster im Bauchbereich und Vitamin-D-Mangel haben in Kombination offenbar besonders nachteilige gesundheitliche Effekte. So unterliegen Personen, die sowohl an abdominaler Adipositas als auch an einem Vitamin-D-Mangel leiden, einem deutlich erhöhten frühzeitigen Sterberisiko. Inwiefern das Zusammenspiel von abdominaler Adipositas und Vitamin-D-Mangel das frühzeitige Sterberisiko beeinflusst, haben Forschende der Federal University of Sao Carlos (Brasilien) und [&#8230;] <p>Übermäßige Fettpolster im Bauchbereich und <a href="https://www.heilpraxisnet.de/symptome/vitamin-d-mangel-ursachen-symptome-behandlung/">Vitamin-D-Mangel</a> haben in Kombination offenbar besonders nachteilige gesundheitliche Effekte. So unterliegen Personen, die sowohl an abdominaler <a href="https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/adipositas/">Adipositas</a> als auch an einem Vitamin-D-Mangel leiden, einem deutlich erhöhten frühzeitigen Sterberisiko.</p> <p>Inwiefern das Zusammenspiel von abdominaler Adipositas und Vitamin-D-Mangel das frühzeitige Sterberisiko beeinflusst, haben Forschende der Federal University of Sao Carlos (Brasilien) und des University College London (UK) in einer aktuellen Studie untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „<a href="https://dom-pubs.pericles-prod.literatumonline.com/doi/10.1111/dom.70839" target="_blank">Diabetes, Obesity and Metabolism</a>“ veröffentlicht.</p> <h2>Zwei bekannte Risikofaktoren</h2> <p>Dass Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) die Gesundheit belasten, ist hinlänglich belegt, und bereits vor einigen Jahren kamen Forschende in einer <a href="https://www.thelancet.com/journals/landia/article/PIIS2213-8587(22)00033-X/fulltext" target="_blank">Studie</a> zu dem Schluss, dass <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/lebenserwartung-erhoehtes-risiko-fuer-vorzeitigen-tod-ab-bmi-30-20220330556963/">ab einem BMI von 30 das Risiko für einen vorzeitigen Tod deutlich steigt</a>.</p> <p>Auch Vitamin-D-Mangel wurde seinerseits bereits mit verschiedenen Gesundheitsrisiken in Zusammenhang gebracht und erst vor wenigen Monaten berichtete ein japanisches Forschungsteam, in dem „<a href="https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/plasma-25hydroxyvitamin-d-concentrations-vitamin-d-deficiency-and-mortality-in-communitydwelling-japanese-adults/2C5D84446C6B836FDDA743F983765132" target="_blank">British Journal of Nutrition</a>“, dass <a href="https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/schon-leichter-vitamin-d-mangel-verkuerzt-unsere-lebenserwartung-signifikant-20251112606338/">schon leichter Vitamin-D-Mangel unsere Lebenserwartung signifikant verkürzt</a>.</p> <h2>Vitamin-D-Mangel &#038; Adipositas in Kombination</h2> <p>So lag die Vermutung nahe, dass die Kombination aus abdominaler Adipositas und Vitamin-D-Mangel das frühzeitige Sterberisiko besonders drastisch erhöht, was die Forschenden nun anhand der Daten von 5.520 Teilnehmenden der „English Longitudinal Study of Ageing“ (ELSA) überprüften.</p> <p>Alle Teilnehmenden waren zu Beginn des Beobachtungszeitraums mindestens 50 Jahre alt und es lagen Daten für sechs Jahre vor, wobei auch der Taillenumfang und der Vitamin-D-Spiegel (gemessen anhand der 25-Hydroxyvitamin-D-Konzentrationen im Blut) ermittelt wurden, berichtet das Team.</p> <p>Bei den Vitamin-D-Werten unterschieden die Forschenden zwischen einer ausreichenden Versorgung (≥ 50 nmol/L), einer unzureichenden Versorgung und (30–50 nmol/L) und einem Vitamin-D-Mangel (< 30 nmol/L). Als abdominale Adipositas wurde ein Bauchumfang von über 102 cm bei Männern und 88 cm bei Frauen definiert. <h2>Frühzeitiges Sterberisiko verdoppelt</h2> <p>Die Datenauswertung ergab, dass ein Vitamin-D-Mangel (unter 30 nmol/l) für sich betrachtet mit einem um 91 Prozent erhöhten Sterberisiko innerhalb des Beobachtungszeitraums verbunden war, während die abdominale Adipositas das Sterberisiko um 47 Prozent erhöhte, so das Forschungsteam.</p> <p>Bei gleichzeitigem Auftreten beider Faktoren sei das frühzeitige Sterberisiko um 123 Prozent gestiegen und habe sich damit mehr als verdoppelt – jeweils im Vergleich zu Teilnehmenden mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung und ohne Adipositas.</p> <p>Die abdominale Adipositas bilde einen Risikofaktor, da Entzündungen und Stoffwechselprobleme mögliche Folgen seien. Vitamin D hingegen beeinflusse als Hormon verschiedene Organe und ein Mangel daran könne diverse Körperfunktionen beeinträchtigen.</p> <h2>Gegenseitige Verstärkung</h2> <p><em>„Treten beide Zustände gemeinsam auf, verstärken sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung, was das Sterberisiko weiter erhöht“</em>, betont der Studienautor Professor Tiago Silva Alexandre von der Federal University of Sao Carlos.</p> <p>Demnach seien die Überwachung des Vitamin-D-Spiegels und die Behandlung von überschüssigem Bauchfett wesentliche Maßnahmen, um das frühzeitige Sterberisiko zu senken und die Lebenserwartung zu erhöhen – insbesondere ab einem Alter von 50 Jahren.</p> <p>Die Kombination von Vitamin-D-Mangel und abdominaler Adipositas kann sich laut den Forschenden zudem ungünstig verstärken, da das Bauchfett zirkulierendes Vitamin D bindet und es in den Adipozyten (Fettzellen) speichert, so dass das Vitamin nicht in den Blutkreislauf gelangt.</p> <p>Dieses gespeichert Vitamin D stehe im Blut nicht frei zur Verfügung und könne daher seine wichtigen Funktionen in anderen Organen und Systemen nicht erfüllen. Den stark übergewichtigen Menschen fehle es zudem oftmals an Enzymen, die für den Vitamin-D-Stoffwechsel notwendig sind, was die Verfügbarkeit des Vitamins weiter einschränke.</p> <h2>Verstärkte Entzündungen, geschwächtes Immunsystem</h2> <p><em>„Bauchfettleibigkeit reduziert den Vitamin-D-Spiegel im Blut; dieser Mangel schwächt das Immunsystem, verschlimmert die durch überschüssiges Fett verursachten chronischen Entzündungen und erhöht das Sterberisiko drastisch“</em>, betont Professor Alexandre.</p> <p>Bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel und gleichzeitigem Überschuss an Bauchfett entstehe ein ungünstiges systemisches Milieu, das Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie den Muskelabbau im Alter beschleunige. (fp)</p>